Baurecht   Links
Allgemein
Das Baurecht ist sowohl Teil des öffentlichen Rechtes (insbesondere Baubewilligungs- bzw Beseitigungsverfahren) wie auch Teil des Privatrechtes (Bauwerksvertragsrecht samt Mehrkostenforderungen und Gewährleistungs- bzw Schadenersatzrecht, Bauträgerrecht etc). Neben den gesetzlichen Bestimmungen wird häufig die Anwendung der „Bauwerkvertragsnorm“ – ÖNORM B 2110 – zwischen dem Bauherrn und dem Auftragnehmer vereinbart. Darüber hinaus werden in der Praxis oft Ergänzungen oder Zusätze zu dem (ursprünglichen) Bauwerksvertrag geschlossen. Sowohl den Auftraggeber wie auch den Auftragnehmer treffen neben den Vertragspflichten noch Nebenpflichten (zB Aufklärungs- und Warnpflichten).

Mehrkostenforderungen - Baugrube wird zur Goldgrube
Grundsätzlich schuldet der Auftragnehmer die erfolgreiche Errichtung des Werkes und der Bauherr schuldet im Gegenzug den vereinbarten Werklohn. Der Auftragnehmer kalkuliert seinen Angebotspreis auf Basis der Vorgaben und Informationen des Bauherrn. Neben dem vertraglichen Werklohn können noch weitere gesetzliche Entgeltansprüche des Auftragnehmers („Mehrkostenforderungen“) entstehen. Kommt es bei der Errichtung des Bauwerkes zB zu Störungen (Bauzeitverzögerungen, Behinderung etc), ist vorab die Frage zu klären, wem dies zuzurechnen ist („Sphärentheorie“). Im Rahmen der Errichtung eines Bauwerkes sollte bereits bei der Planung, der Vertragserrichtung, der Leistungskontrolle und der Übernahme samt Abrechnung insbesondere auf die Vermeidung von „Mehrkostenforderungen“ geachtet werden, um einen massiven Kostenanstieg bestmöglich zu vermeiden. In diesem Zusammenhang ist eine entsprechende Dokumentation des Baugeschehens hilfreich.
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